Die Karten wurden ordnungsgemäß gegeben. Während Mittelhand dem Spieler in Vorhand 20 bietet, fallen Hinterhand für alle Spieler am Tisch sichtbar einige Karten offen auf den Tisch. Die Spieler einigen sich darauf, dass derselbe Kartengeber die Karten neu verteilt. Ist das gestattet?
Entscheidung: Da die Karten ordnungsgemäß verteilt wurden, durfte der gleiche Kartengeber in keinem Fall neu geben.
Begründung: Nach ISkO 3.2.16 muss nach ordnungsgemäßem Geben ein gültiges Spiel zu Stande kommen. In dem geschilderten Fall hätte deshalb nicht neu gegeben werden dürfen. Vielmehr sind Vorhand und Mittelhand nicht mehr an ihr bisheriges Gebot gebunden. Das Reizen beginnt von vorn. Der Spieler, der den höchsten Wert geboten oder gehalten hat, wird Alleinspieler. Ist das Vorhand oder Mittelhand, nimmt der Betreffende dabei billigend in Kauf, dass ein Gegenspieler einige Karten des anderen Gegenspielers gesehen hat. Das gilt auch für den Fall, dass Hinterhand Alleinspieler wird und beide Gegenspieler einige Karten des Alleinspielers kennen. Das Spiel wird normal durchgeführt und seinem Ausgang entsprechend gewertet. Wollen alle drei Spieler nicht reizen, da einige Karten von Hinterhand zu sehen waren, muss eingepasst werden.
(Quelle: Entscheidungssammlung des DSKV mit freundlicher Genehmigung des Internationalen Skatgerichts.)





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