Der Alleinspieler in Mittelhand sagt Grand ouvert an, ohne seine zehn Handkarten aufzulegen. Vorhand spielt ein Ass aus. Der Alleinspieler, der diese Farbe nicht hat, sticht mit dem Pik-Buben. Hinterhand muss die ausgespielte Farbe bedienen. Nach Beendigung des ersten Stiches legen die Gegenspieler ihre Karten mit der Bemerkung auf den Tisch, der Alleinspieler habe sein Spiel verloren, da er seine Karten vor dem Ausspiel zum ersten Stich nicht aufgelegt habe.
Entscheidung: Der Alleinspieler hat seinen Grand ouvert deshalb nicht verloren.
Begründung: Jeder Skatspieler muss wissen, dass und wann die Karten aufzulegen sind. Ob es sich um ein offenes Spiel handelt, können die Gegenspieler aus der Spielansage erkennen. Wenn es die Gegenspieler zulassen, dass der Alleinspieler bei einem offenen Spiel seine zehn Karten nicht offen auf den Tisch legt, dann verzichten sie auf ein ihnen zustehendes Recht. Der Alleinspieler kann sich diesen Vorteil nicht ohne Zugeständnis der Gegenspieler verschaffen. Dabei ist es unerheblich, ob es bewusst oder unbewusst zu der Billigung gekommen ist.
(Quelle: Entscheidungssammlung des DSKV mit freundlicher Genehmigung des Internationalen Skatgerichts.)









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