Vorhand spielt ein Farbspiel. Beim ersten Stich bedient Mittelhand nicht. Der Alleinspieler will das Spiel mit Schneider und Schwarz berechnen. Wie ist das Spiel zu werten? Entscheidung: Der Alleinspieler hat sein Spiel in der Stufe einfach (nicht Schneider oder Schwarz) gewonnen.
Begründung: Auch bei einem Regelverstoß im ersten Stich gewinnt die fehlerfreie Partei nur in der Stufe einfach. Die Gewinnstufen Schneider und Schwarz sind grundsätzlich nur zu berechnen, wenn das Spiel durchgeführt wird (Ausnahmen ISkO 4.1.5, 4.3.6 und 5.4.3). Die fehlerfreie Partei ist berechtigt, nach der Korrektur des Fehlers das Spiel fortzuführen, um eventuell eine höhere Gewinnstufe zu erreichen. In diesem Fall gilt der Regelverstoß als nicht begangen. Die fehlerfreie Partei ist dabei aber nicht verpflichtet, die höhere Gewinnstufe tatsächlich zu erlangen. Der Alleinspieler kann das Spiel allerdings auch noch verlieren, wenn er vor Erreichen des 61. Auges selbst einen Regelverstoß begeht oder die Gegenpartei 60 oder mehr Augen vereinnahmt.
(Quelle: Entscheidungssammlung des DSKV mit freundlicher Genehmigung des Internationalen Skatgerichts.)





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