Der Alleinspieler in Vorhand nimmt den Skat auf, drückt zwei Karten und spielt, ohne das Spiel vorher anzusagen, den Kreuz-Buben aus. Die Gegenspieler geben Kreuz-7 und Kreuz-9 zu. Darauf reklamiert der Alleinspieler, dass Karo-Bube nicht bedient wurde. Er meint, wenn er den Kreuz-Buben ausspiele, bedeute das automatisch die Spielansage »Grand«. Was hat nun zu geschehen?
Entscheidung: Der Alleinspieler muss das Spiel ordnungsgemäß ansagen. Die Gegenspieler dürfen die auf den Kreuz-Buben zugegebenen Karten wieder zurücknehmen und durch andere Karten ersetzen. Danach ist das Spiel in der üblichen Weise durchzuführen.
Begründung: Durch das Ausspielen des Kreuz-Buben ohne vorherige Spielansage zeigt der Alleinspieler keinesfalls automatisch an, dass er Grand spielt. Das Spiel muss vor dem ersten Ausspielen oder gleichzeitig damit oder unmittelbar danach angesagt werden. Da das im vorliegenden Fall nicht geschehen ist, dürfen die Gegenspieler die auf den Kreuz-Buben zugegebenen Karten wieder zurücknehmen und durch andere Karten ersetzen bzw. den Karo-Buben bedienen. Auf Grund der unterlassenen Spielansage kann sich der Alleinspieler auch nicht darauf berufen, durch das angeblich »falsche Bedienen« eines Gegenspielers das Spiel sofort gewonnen zu haben. Es muss vielmehr normal durchgeführt werden.
(Quelle: Entscheidungssammlung des DSKV mit freundlicher Genehmigung des Internationalen Skatgerichts.)





0 Antworten bis jetzt ↓
Bis jetzt unkommentiert
Leave a Comment