Nach den Buben kommt bei Farbspielen laut Reihenfolge das As.
Das wäre das Spiel mit fünf Spitzen.
Auch wenn Du die trockene Zahlenkolonne nicht leiden kannst, da musst Du durch. Wenn Du jetzt am Anfang die Sache gründlich angehst, dann ersparst Du Dir später viel Ärger.
Also, auf geht’s:
Mit Fünf, Spiel 6 x 9 = 54
Mit Fünf, Spiel 6 x 10 = 60
Mit Fünf, Spiel 6 x 11 = 66
Mit Fünf, Spiel 6 x 12 = 72
Mit Sechs, Spiel 7 x Grundwert usw.
Mit Sieben, Spiel 8 x Grundwert usw.
Mit Acht usw.
Kann man auch mit elf Trümpfen spielen?
Alle diese Reizwerte bleiben gleich bei Spielen, die ohne Buben oder Spitzen spielbar sind.
Also:
Ohne Einen, Spiel 2 x Grundwert.
Ohne Zwei, Spiel 3 x Grundwert.
Ohne Fünf, Spiel 6 x Grundwert.
(Eventuell riskant, aber durchaus möglich.)
Hier noch einmal alle möglichen Reizwerte
Für Farb-, Null- und Grandspiele
Mit oder ohne Spitzen,
KARO = 9, HERZ = 10, PIK = 11, KREUZ = 12,
1 = 18, 20, 22, 24
2 = 27, 30, 33, 36
3 = 36, 40, 44, 48
4 = 45, 50, 55, 60
5 = 54, 60, 66, 72
6 = 63, 70, 77, 84
7 = 72, 80, 88, 96
8 = 81, 90, 99, 108
9 = 90, 100, 110, 120
10 = 99, 110, 121, 132
11 = 108, 120, 132, 144
Null-Spiele= 23, 35, 46, 59
Grand= 48, 72, 96, 120
Das Reizen geht weiter
Das macht das Spiel so interessant, dass man so viele Möglichkeiten hat. Es kommt jetzt nichts wesentlich Neues mehr, sondern nur noch eine Steigerung der Möglichkeiten.
Nachdem wir nun das Reizen mit oder ohne Spitzen kennen und können, wollen wir uns weiteren Stufen zuwenden.
Als nächstes gibt es die Möglichkeit, ein Spiel aus der Hand zu Spielen. Also ohne Skataufnahme, und ohne die Möglichkeit, das Blatt von schlechten Karten zu befreien.
Das wird dann auch belohnt. Der Reizwert erhöht sich um eine Stufe.
Beispiel: Herz mit Zweien.
Bisher: Mit Zweien, Spiel 3 x 10 = 30.
Nun: Mit Zweien, Spiel 3, Hand 4 x 10 = 40.
Pik ohne 3, Spiel 4, Hand 5 x 11 = 55.
Grand mit 4, Spiel 5, Hand 6 x 24 = 144.
Du weißt, wenn wir die 120 Augen des Spiels teilen, haben wir zwei sechziger Hälften.
Wenn wir solche sechziger Hälften durchschneiden, haben wir zwei dreißiger Hälften.
Um aus diesem Schnitt herauszukommen, benötigt man 1 Auge mehr. Mann ist dann nicht mehr im Schnitt. Nicht mehr Schneider.
Bei 30 ist der Gegner geschnitten.
Bei 30 ist man selber auch geschnitten.
Die Gegner zu schneiden (Schneider zu spielen) wird belohnt und hebt unser Blatt auf eine höhere Stufe.
Beispielaufgaben:
Oliver hat ein Kreuz mit Dreien.
Er reizt also: Mit 3, Spiel 4 x 12 = 48.
Der Gegner hält.
Oliver will das Spiel aber unbedingt spielen. Aufgrund seines Blattes ist das auch gerechtfertigt.
Nun sagt er sich, ich werde das Kreuz aus der Hand spielen. Im stillen rechnet er sich aus:
Mit 3, Spiel 4, Hand 5 x 12 = 60.
Und was passiert? Der Gegner hält immer noch.
Nun rechnet Oliver sich aus, dass er seine Gegner vielleicht schneiden kann.
Er reizt jetzt:
Mit 3, Spiel 4, Hand 5, Schneider 6 x 12 = 72.
Der Gegner hält immer noch.
Was nun?
Oliver kann nun Schneider ansagen. Dadurch erreicht sein Blatt wieder einen höheren Reizwert.
Mit 3, Spiel 4, Hand 5, Schneider 6, Schneider angesagt 7 x 12 = 84.
Und was macht der Gegner? Er hält immer noch!
Und Jetzt?
Ob es wohl gelingt, dass die Gegner gar keinen Stich machen, dass sie Schwarz werden? Oliver will das riskieren. Sein Blatt ist wieder eine Stufe weiter nach oben geklettert.
Oliver reizt:
Mit 3, Spiel 4, Hand 5, Schneider 6, Schneider angesagt 7, Schwarz 8 x 12 = 96
Man kann Schwarz auch noch ansagen.
Mit 3, Spiel 4, Hand 5, Schneider 6, Schneider angesagt 7, Schwarz 8, Schwarz angesagt 9 x 12 = 108.
Wer so ein sicheres Spiel hat, kann natürlich auch noch Ouvert ansagen.
Mit 3, Spiel 4, Hand 5, Schneider 6, Schneider angesagt 7, Schwarz 8, Schwarz angesagt 9, Ouvert (offen) 10 x 12 = 120.
Endlich haben wir die ganze Reizerei durchgeackert.
Merke:
Ein angesagtes Schneider muß der Spieler auch erreichen. Ebenso muß Schwarz erreicht werden, wenn der Spieler es angesagt hat, sonst ist das Spiel verloren.
Merke:
Offen spielen und Schneider oder Schwarz ansagen nur bei Handspielen.
Nun wollen wir noch einen Grand ouvert festhalten.
Grundwert 24
Erreichbare Punktzahl 264.
Oliver nimmt seine zehn Karten auf. Er sortiert sie und stellt mit zunehmender Freude fest, dass er das Spiel der Spiele hat. Er hat alle vier Buben und er wird nicht einen einzigen Stich abgeben.
Er legt seine Karten, für jeden gut einsehbar, offen auf den Tisch.
Keinesfalls den Skat aufnehmen!!! Nun sagt er den Grand ouvert an.
Nachdem sich alle einig sind, dass Oliver sein Spiel gewonnen hat, beginnt das Rechnen.
Mit 4, Spiel 5, Hand 6, Schneider 7, Schneider angesagt 8, Schwarz 9, Schwarz angesagt 10, Ouvert (offen) 11 x 24 = 264. Und das in einem einzigen Spiel.
Das kommt nur selten vor, und man bekommt auf Antrag eine Urkunde.
So das war’s für heute. Das nächste Mal sind die Nullspiele, mit und ohne Skataufnahme, Spielwerte dran.





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