Wer reizt wen?
Sind die Karten ordnungsgemäß verteilt worden, so wird durch Reizen festgestellt, welches Spiel von wem durchgeführt werden soll.
Mittelhand beginnt mit dem Reizen und bietet Vorhand zunächst das Spiel mit dem niedrigsten Reizwert, nämlich Karo einfach (mit oder ohne einem Buben) = 18 an.
Alles weitere Reizen erfolgt nach dem Wert der höheren Spiele, ohne dass das Spiel näher bezeichnet zu werden braucht.
Hat Vorhand den von Mittelhand gebotenen Wert, und kann Mittelhand nicht höher reizen, oder will überhaupt kein Spiel wagen, dann verzichtet (passt) Mittelhand und Hinterhand reizt weiter.
Verzichtet Mittelhand und Hinterhand überhaupt, dann erklärt Vorhand, welches Spiel sie durchführen will.
Will keiner ein Spiel wagen, so wird dies in der Spielliste vermerkt (unter eingepasste Spiele) und der nächste Spieler gibt.
Jedes Spiel kann durch das dem Wert nach höhere Spiel überboten werden. Haben zwei Spieler ein gleichwertiges Spiel, so hat der Angereizte das Vorrecht.
Trümpfe in ununterbrochener Reihenfolge vom Kreuz-Buben an heißen Spitzen. Wenn sie vorhanden sind, spielt man mit Spitzen. Besitzt man sie nicht, spielt man ohne Spitzen.
Farbspiele sind höchstens mit oder ohne elf Spitzen und Grandspiele mit oder ohne vier Spitzen möglich.
Durchführung des Spiels
Der Alleinspieler erhält den Skat, drückt zwei Karten und sagt ein Spiel an.
Das Spiel erhält der Spieler, der das höchste Gebot abgegeben hat. Es ist jedoch dem Spieler mit dem höchsten Gebot gestattet, ein dem Wert nach höheres Spiel anzumelden ein Spiel mit geringerem Wert kann er nicht mehr wählen.
Vorhand spielt immer die erste Karte auf, auch wenn sie nicht Alleinspieler ist.
Als nächstes spielt derjenige auf, der den letzten Stich eingezogen hat.
Außer in den letzten Stich, darf in keinem Fall mehr in die eingezogenen Stiche eingesehen werden.
Es muss grundsätzlich bedient werden. Wer nicht bedienen kann, darf irgendeine Karte abwerfen der trumpfen.
Falsches Bedienen (d.h. jemand bedient nicht, obwohl es möglich ist) oder falsches Ausspielen beendet sofort das Spiel. Alle Reststiche gehören der Gegenpartei. Sie gewinnt einfach (nicht Schneider oder Schwarz), sofern zum Zeitpunkt des Regelverstoßes noch keine höhere Gewinnstufe erreicht war. Hatte ein Alleinspieler vor dem begangenen Fehler bereits 61 Augen, so hat er sein Spiel trotzdem gewonnen.
Merke: Ein einmal gewonnenes Spiel kann durch einen nachfolgenden Fehler nicht mehr verloren werden.
-und nächsten Sonntag geht es mit den Grundwerten weiter, viel Spaß. Wer schon jetzt Fragen hat, kann auf redaktion@skat-muenchen.de sie stellen. Euer Eren









1 Antwort bis jetzt ↓
1 niedrig wolfgang // Jun 25, 2005 at 23:05
Hallo Eren,
ich finde es ganz toll wie du das Skatspiel erklärst. Aber in diesem Bericht ist ein kleiner Fehler, es spielt immer der zum Stich aus, der auch den letzten gemacht hat. (nicht der, der ihn einzieht)
Sorry, ich war heute auf der Schiedsrichterprüfung.
Beste Grüße Wolfgang
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