Vorhand spielt Grand und gibt nach dem zweiten Stich auf. Dann aber sieht er, dass falsch bedient wurde. Wie ist das Spiel zu werten?
Vorhand spielt Grand unter anderem mit Kreuz-Bube, Herz-Bube sowie fünf Karten in Pik ohne 10 und 7. Nach dem zweiten Stich stellt der Alleinspieler fest, dass sowohl die Restbuben als auch Pik -10 und -7 in einer Hand stehen. Er gibt deshalb das Spiel mit Einwilligung der Gegenspieler verloren. Beim offenen Hinlegen der Karten stellt der Alleinspieler fest, dass einer der Gegenspieler nicht bedient hat. Ist der Grand gewonnen, weil der Bedienfehler vor der Spielaufgabe erfolgte?
Entscheidung: Der Alleinspieler hat seinen Grand gewonnen.
Begründung: Bei einem Bedienfehler gehören von diesem Zeitpunkt an alle Reststiche der fehlerfreien Partei (siehe ISkO 4.2.4), hier also dem Alleinspieler. Dabei ist es unerheblich, ob dieser wegen des Bedienfehlers von einer ungünstigen Kartenverteilung ausging und das Spiel deshalb aufgab. In dem geschilderten Fall hat der Alleinspieler sein Spiel in der Stufe einfach (nicht Schneider oder Schwarz)
gewonnen.
(Quelle: Entscheidungssammlung des DSKV mit freundlicher Genehmigung des Internationalen Skatgerichts.)









0 Antworten bis jetzt ↓
Bis jetzt unkommentiert
Leave a Comment